Loma

Visualisation Lab an der Burg Giebichenstein

05 / 2016

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Der Klimawandel ist ein in hochkomplexes und viel diskutiertes Thema. Um die Problematik unter die Lupe zu nehmen haben sich die Studenten mit dem Beispiel des coffee to go Bechers beschäftigt – allen vertraut, häufig und meist bedenkenlos genutzt. Er steht stellvertretend für eine Gesellschaftsform, in der alles schnell gehen muss, alles immer erreichbar und in diesem Falle genießbar ist.

Da der Einwegbecher nicht aus recycelten Rohstoffen bestehen darf und selbst nur sehr schwer zu recyceln ist, trägt sein Konsum nicht unwesentlich zum Klimawandel bei. Und dabei wären diese Müllberge vermeidbar.

Aus den Diskussionen um die Tabellen und Zahlenreihen sind interessante Projekte entstanden, die die Freude am Experiment mit Materialien, aber auch die intensive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Visualisierungstechniken widerspiegeln.

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Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle,
Komplexes Gestalten / Entwurf, Studiengang Industriedesign
Sommersemester 2016

Im Projekt „Zum Wetter …”
Design-Strategien zu Wetter, Witterung und Klima
Vom Naturphänomen zum Artefakt

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Exportschlager Kaffee
Wer verdient wieviel bei der Produktion von Kaffee?

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Bei dem Vergleich der Exportpreise von Roh- und Röstkaffee ist ein deutliches Gefälle zwischen den Anbauländer (blau) und denen, die Kaffee rösten (gelb) sichtbar.
Die Gruppe fand heraus, dass diese Aufteilung in die südliche Halbkugel (Produktion / blau) und die nördliche Halbkugel (Röstung / gelb) ihren Ursprung in der Kolonialzeit hat.

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Eine Live-Perfomance zeigt deutlich, wo der Erlös pro Tonne Exportkaffee „hängen bleibt”.

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1 Stunde coffee to go
Laut einer Studie der DUH werden in Deutschland stündlich 320.000 Einwegbecher konsumiert. Was hat das für Auswirkungen?
In der interaktive Visualisierung werden pro Stunde 5 Bäume, 160.000L Wasser und 1.25t Kunststoffe verbraucht. Auf der gegenüberliegenden Seite fallen als Konsequenz 4,6 t Abfall herunter.

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Klimaflüchtling Kaffee
Die Kaffeepflanze wächst nur unter spezifischen Bedingungen und diese verändern sich gerade rasant schnell. Wo könnte die Pflanze eine neue Heimat finden? Spekulationen über die Welt in 30 Jahren, sollten wir es nicht schaffen unser Konsumverhalten zu ändern.

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Desertifikation Afrika
Um die klimatischen Gegebenheiten und die daraus resultierenden Konflikte verständlich darzustellen wurde eine Matrix für den Kontinent Afrika entwickelt, die exemplarisch mit den Informationen zur landwirtschalftlichen Nutzung (Höhe) und der menschgemachten Desertifikation (Farbe) bestückt wurde.

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Workshop Teilnehmer: Tom Bade, Lara Bousch, Heinrich Ehnert, Shu Ting Fang, Ida Flik, Amelie Ikas, Wanhyun Ko, Alan Moreno, Clemens Schebiella, Veronika Schneider, Konrad Schoch, Marcus Schwalm, Moritz Wussow

Projektbetreuung:
Prof. Guido Englich
Dipl. Des. Fynn Freyschmidt

Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle, 3.–6.05.2016